5. Einbeziehung der Stakeholder
Unsere Anspruchsgruppen
Die Dolder Hotel AG steht in einem regelmässigen Austausch mit ihren zentralen Anspruchsgruppen. Im Rahmen unserer Nachhaltigkeitsberichterstattung haben wir auf Basis unseres Geschäftsmodells, bestehender Dialogformate und interner Einschätzungen die für uns relevanten Stakeholder identifiziert und ihre Erwartungen an unser Nachhaltigkeitsmanagement abgeleitet.
Eine formale, berichtsbegleitende Stakeholderbefragung zu Nachhaltigkeitsthemen haben wir in diesem ersten Berichtsjahr noch nicht durchgeführt. Die dargestellten Erwartungen beruhen auf bestehenden Rückmeldungen aus unserem operativen Dialog - insbesondere aus Gästebefragungen, der Mitarbeitenden-Umfrage sowie der Lieferantenbewertung - ergänzt um Erkenntnisse aus Branchenverbänden und Fachgruppen. Wir planen, die systematische Einbindung unserer Stakeholder in die Nachhaltigkeitsberichterstattung schrittweise auszubauen. Einen ersten Schritt bildet die diesem Bericht beigefügte Feedback-Umfrage, mit der wir alle Anspruchsgruppen einladen, ihre Erwartungen und Rückmeldungen zu Relevanz, Verständlichkeit und Vollständigkeit unserer Berichterstattung mitzuteilen. Die Ergebnisse fliessen in die Weiterentwicklung des Berichts und in die nächste Aktualisierung der Wesentlichkeitsanalyse ein.
Behörden (Bund, Kanton, Stadt Zürich) erwarten die Einhaltung aller relevanten Umwelt- und Arbeitsvorschriften sowie eine transparente Berichterstattung. Wir begegnen diesen Erwartungen durch eine jährliche Legal-Compliance-Prüfung, ein zertifiziertes Nachhaltigkeitsmanagementsystem und die frühzeitige Antizipation regulatorischer Entwicklungen.
Gäste und Kund:innen - Individualgäste wie auch B2B-Partner wie Agenturen, Firmen und Online-Buchungsplattformen — erwarten umweltfreundliche Initiativen, nachhaltige Dienstleistungen und Transparenz. In unseren fortlaufenden Gästebefragungen erfassen wir unter anderem Erwartungen im Bereich Nachhaltigkeit und integrieren die Erkenntnisse in die Angebotsgestaltung und Beschaffung.
Mitarbeitende erwarten faire Arbeitsbedingungen, Schulungen und Weiterentwicklung sowie Beteiligungsmöglichkeiten. In der jährlichen Mitarbeitenden-Umfrage wird auch die Bedeutung ökologischer und sozialer Nachhaltigkeit erhoben. Wir fördern das Engagement durch interne Kommunikation, E-Learnings und die Arbeit des D-Impact-Teams. Die Zertifizierung als Top Employer unterstreicht unseren Anspruch als verantwortungsvolle Arbeitgeberin.
Lieferanten und Zulieferer erwarten zunehmend Klarheit über Nachhaltigkeitskriterien in der Zusammenarbeit. Wir begegnen diesem Anspruch mit einer internen Beschaffungsrichtlinie, die ökologische, soziale und ökonomische Kriterien berücksichtigt sowie einem Lieferantenkodex. Neue Lieferanten werden anhand eines strukturierten Leitfadens evaluiert; für strategisch wichtige Lieferanten führen wir jährliche Bewertungen durch. Nachhaltigkeitsbezogene Kriterien werden schrittweise in unsere Bewertungsprozesse integriert.
Verwaltungsrat und Geschäftsleitung verantworten die strategische Verankerung von Nachhaltigkeit und die Einhaltung aller Vorschriften. Die Steuerung erfolgt über das zertifizierte Nachhaltigkeitsmanagementsystem und die jährliche ESG-Berichterstattung.
Aktionärinnen und Aktionäre haben ein berechtigtes Interesse an Transparenz über Nachhaltigkeitsziele und -fortschritte. Wir kommen diesem Anspruch unter anderem durch die jährliche ESG-Berichterstattung im Rahmen von esg2go, die Klimabilanzierung mit myclimate sowie den vorliegenden VSME-Nachhaltigkeitsbericht nach.
Fachlicher Austausch und Kooperationen
Besonderen Wert legen wir auf den Austausch an Fach- und ERFA-Tagungen der Responsible Hotels of Switzerland sowie in den Themen-Circles der Swiss Deluxe Hotels. Dort teilen wir Erfahrungen, diskutieren aktuelle Entwicklungen und erarbeiten gemeinsam praxistaugliche Lösungen — von Energie- und Ressourcenmanagement über nachhaltige Beschaffung bis hin zu sozialen Themen in der Mitarbeitendenführung.
Darüber hinaus pflegen wir den Austausch mit Partnern wie myclimate und EnAW, Branchenverbänden (HotellerieSuisse, Schweizerischer Tourismusverband), Medien und der lokalen Bevölkerung. Mit lokalen Partnerschaften und Initiativen — etwa im Rahmen von FOOD ZURICH oder dem Zurich Film Festival — tragen wir zur kulturellen und sozialen Vielfalt am Standort Zürich bei.